Schwangerschaftsklamotten – alles ist erlaubt

Baby inside“ – vielleicht hätte ich mir dieses T-Shirt mit dem Slogan kaufen sollen, als mich im 7. Monat ein Jugendlicher entgeistert anschaute und sagte: „Achso, sie sind schwanger, ich dachte sie haben einfach zugenommen.“  Ihm war es leicht peinlich – ich fand es amüsant. Aber das nächste Mal werde ich mir einen blinkenden Pfeil auf den Kopf setzen und auf mein T-Shirt schreiben „Baby loading“ – nicht das noch einmal jemand in die peinliche Situation kommen sollte, Schwangerschaft mit Fettleibigkeit zu verwechseln. Und in der Weihnachtszeit werde ich einen Pulli tragen mit den Schriftzügen: „Plätzchen inside“ oder „Speck im Anmarsch“ – nicht das auch hier jemand in das Fettnäpfchen treten sollte und irrtümlich Fettleibigkeit für Schwangerschaft hält.

Manche Schwangere lieben diese Klamotten mit den einfallsreichen Sprüchen: „Hotel Mama all inclusive“ oder „coming soon“ – ich nicht! Mich störten nicht nur die wortgewandten englischen Sprüche auf den T-Shirts, mich nervte allgemein die Mode für Schwangere. Als dürfte man, wenn man einen kleinen Menschen ausbrütet, sich nicht mehr modisch und schick anziehen. Man hört als Schwangere des öfteren den Spruch „das ist doch egal was du anhast, du bist doch schwanger“ – nein! Absolut nein! Nur weil ich schwanger war, wollte ich trotzdem nicht rumlaufen wie ein Sträfling im schwarz-weiß gestreiften T-Shirt. Ich hab ja mal gehört, dass Querstreifen dick machen, aber irgendwie haben die meisten angebotenen T-Shirts für Schwangere Querstreifen. Mhm – vielleicht hätte ich mir solche Shirts kaufen sollen, denn ich durfte mir die ganzen 9 Monate anhören „dein Bauch ist aber nicht groß“ .

Aber gut, ich verweigerte den Trick mit der optischen Täuschung. Doch wenn die T-Shirts  keine Querstreifen besaßen, dann waren es Punkte! Himmel – wie einfallsreich! Man hatte also zwei Möglichkeiten: Man fühlte sich entweder wie eine dicke Hummel bei dem kläglichen Versuch zu fliegen oder wie ein überfressener Marienkäfer. Ich hatte, wie schon erwähnt, das Glück keinen allzu großen Schwangerschaftsbauch gehabt zu haben und konnte somit einfach weit geschnittene T-Shirts ohne Sprüche, Streifen oder Punkte anziehen – ein Lob an die kleine Pupsbohne, dass er im Mutterleib immer brav die Beine und Arme anzog!

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