Kinderwagenkauf – oder warum Origami einfacher ist

Habt ihr schon mal Origami Tiere gefalten? Manche Kinderwägen lassen sich noch komplizierter zusammenlegen, da ist eine Origami Anleitung ein Witz dagegen. Und nun steht man da in einem Kinderfachmarkt und lässt sich von einer Verkäuferin diverse Kinderwägen zeigen. Sie hätte mir wirklich bei einigen Modellen lieber eine Anleitung für einen Origami Schwan geben sollen, da wäre ich schneller fertig gewesen als beim Zusammenlegen des Kinderwagens und hätte kein Oktopus mit 8 Extremitäten sein müssen. Nach gefühlten 10 Stunden – in Wirklichkeit waren es 2 – und 5 verschiedenen Modellen rauchte mir der Kopf und im Auto rollten die Tränen. Wer dachte schon, dass bereits ein einfach gedachter Kinderwagenkauf mich in eine mittlere Krise stürzen würde. Warum?

Weil mir keiner – wirklich keiner – dieser Wägen gefiel. So ein Kinderwagen begleitet einen ja doch ca. 3 Jahre des Lebens. Da ist es eigentlich nicht zu viel verlangt einen Kinderwagen zu kaufen der einem zu 100% gefällt. Es fing ja alles schon damit an, dass wenn man über die ausgestellten Kinderwagenmodelle blickte, das Baby wohl blind werden müsse, wenn der fahrbare Untersatz über ein bisschen Farbe verfügt. Man hätte die Abteilung der Kinderwägen auch als Beerdigung eines Kinderwagens betrachten können. Ausnahmslos hatten die Wägen die Farben schwarz, grau und dunkelblau. Und manch ein Kinderwagen traute sich doch echt in der Farbe braun oder beige daher zu kommen. Natürlich gab es für die immense Farbauswahl eine einfache und doch so äußerst plausible Antwort: „bei den Farben sieht man den Dreck nicht so“. Aha! Ich persönlich hatte jetzt nicht vor mit dem Kinderwagen durch eine Baugrube zu fahren – aber gut. Ich lies diese Aussage, die ich nebenbei erwähnt nicht nur von Verkäufern hörte sondern auch von Bekannten aus meinem Umkreis, umkommentiert im Raum stehen.

Was machten mein Mann und ich nach dieser enttäuschenden Erfahrung? Richtig! Wir besuchten jeden, wirklich jeden, Kinderladen im Umkreis von 80 km. Und eines Tages blickten wir in einem der größten Kinderfachmärkte Bayerns über eine erneute Trauergesellschaft von Kinderwägen und erblickten ihn. Ein Kinderwagen, der sich traute aus der Masse herauszustechen. Und dann kam die nächste mittlere Krise – diese Firma hatte nicht nur einen Kinderwagen mit Mut zu Farbe und Muster – nein! Es waren damals 3 verschiedene Modelle und die Wahl war auf keinen Fall einfach. Denn wie man sich so denken kann, gefiel meinem Mann das eine Muster und mir das andere. Und was würde unserer Pupsbohne wohl gefallen?  Doch nach einigen Wochen fiel dann die Entscheidung – und ich war glücklich einen Kinderwagen gefunden zu haben, der keine Angst hat, sich auf der Straße blicken zu lassen.

 

 

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